Freitagstexter 5.0

+ + + E I L T + + + E I L T + + + E I L T + + + E I L T  + + + E I L T + + + E I L T + + +

Nachdem sowohl Inge als auch Lutz als vermisst gelten, wurde bekannt, dass Oskar von der Kuselheide strenger Flexitarier geworden ist und nunmehr nur noch Fuchsbauten durchforstet, die gem. deutschen Baurecht beantragt, geplant , gebaut und abgenommen worden sind.

+ + + Ende der Meldung + + +

Die tun nix, die wollen nur schreiben!
Die tun nix, die wollen nur schreiben!

Danke zunächst an die Pokalübergabe seitens der Jury von Neon Wilderness – ich und die StarTrekKater haben sich sehr gefreut, weil wir Dackel doch so gern haben. Und Boas ohne Federn.

Zum fünften Mal wird hier getextet!

Nur gut das gestern Feiertag war. Den ganzen Herrentag habe ich mein Bildarchiv durchforstet (ohne Hilfe von Oskar), um ein würdiges Bild zu finden, dass in der Tradition meiner bisherigen Beiträge steht.

Bitte sehr:

[Hier könnte ihr Text stehen]
[Hier könnte ihr Text stehen]
Die Regeln brauche ich wohl nicht mehr erwähnen.

Sofern der ein oder andere also aus dem Herren-, Vater-, Kirchen-, Feier- Whatever-Tag erwacht ist, darf getextet werden, bis Dienstag Nacht die Tore schließen.

Glück auf!

Strickanleitung – Kira Dorn

Glatt links und glatt rechts im Wechsel
Glatt links und glatt rechts im Wechsel
Blockstreifen-Pullover
Blockstreifen-Pullover

Ich hab meine erste Strickanleitung für einen Pullover fertig und bereits bei Ravelry veröffentlicht. Inspiriert wurde ich dabei vom Weimaraner Tatort mit Nora Tschirner und Christian Ulmen – übrigens der einzige Tatort, den ich gucke, weil die beiden einfach nur Spaß machen. Im letzten Weimaraner Tatort „Der scheidende Schupo“ trägt Kommissarin Kira Dorn (gespielt von Nora Tschirner) durchweg einen lässigen Pullover mit Blockstreifenmuster.

Jetzt bin ich weder Fan von Blockstreifen noch Fan von rosa, aber dieser Pullover hat mich so gefesselt, dass ich ihn haben wollte. Im Internet bin ich leider nicht fündig geworden, auch der Tatort-Stylecheck (ja so etwas gab es), half nicht, weil er seit 2 Jahren nicht mehr betrieben wird. Schade.

Da ich mich nun aber immer häufiger an selbst konstruierte Sachen ran traue (bei Makerist gibt es da übrigens ein nettes Video-Tutorial), hab ich mir kurzerhand gedacht: Den Pullover stricke ich selbst. Die paar Blockstreifen.
Ich hab mir kurzerhand ein paar Fotos vom Tatort (also dem Film) im Internet angeschaut und daraus mein Design entwickelt.

Garn-Wahl

Herausforderung war ein passendes Garn zu finden, denn die Mouliné-Optik konnte ich so auf Anhieb nicht ausfindig  machen. Helfen konnte mir Carolin Willert-Klasing vom meinem Handarbeitsgeschäft des Vertrauens: Willert Wolle in Goch. Sie gab mir den Tipp doch schlicht mit zwei Fäden zu stricken und mir auf die Art und Weise die Farben so zusammenzustellen, wie ich sie möchte. Der Mouliné-Effekt kommt ganz von selbst, ohne das beide Fäden extra verzwirnt werden müssen. Einfach beide Fäden zusammen über die Finger laufen lassen und gemeinsam verstricken.
Ich habe mich dann für Lang Yarns Merino 120 entschieden, die einfädig mit Nadel 3,5-4,5mm zu stricken ist und zweifädig mit 6mm. Das war genau die Stärke, die ich mir vorgestellt hatte und führte auch exakt zum Ergebnis, dass ich wollte. Passende Farben waren schnell gefunden und schon bei der Maschenprobe wusste ich: Das wird was.

Ich hab mich übrigens hauptsächlich für Melange-Farbtöne entschieden, da diese noch mehr Tiefe geben und beim Kombinieren schön Harmonieren.

Techniken

U-Boot-Ausschnitt mit dekorativem Abschluss
U-Boot-Ausschnitt mit dekorativem Abschluss

Der Pullover ist wie gesagt gerade geschnitten. Es sind keine besonderen Techniken erforderlich. Lediglich rechte und linke Maschen sowie beidseitige Zunahmen für die Ärmel.
Beim Maschenanschlag und Abketten hab ich meine eigenen Favoriten, auf die ich auch in der Anleitung verweise. Für den Anschlag nehme ich beispielsweise Tillybuddy’s Very Stretchy Cast On, der zwar eher etwas für Rippmuster ist, aber auch für glatt rechts oder links gestrickte Stücke funktioniert. Damit der Anschlag nicht einrollt ist ein Spannen aber zwingend erforderlich. Für das Abketten von sichtbaren Kanten, wie beispielsweise dem Halsausschnit nehme ich das russische Abketten.

 

Ansonsten ist der Pullover vom Aufbau her eher unspektakulär. Das Besondere entsteht durch die Farbabfolge und den Wechsel zwischen glatt rechts und glatt links gestrickten Streifen und den U-Boot-Ausschnitt.

„Kira Dorn“ ist nun fertig und lässt sich wunderbar tragen. Meine Anleitung dafür ist auch geschrieben und steht als Ravelry-Download zur Verfügung. Ich hoffe die Anleitung ist verständlich und findet Anklang. Und wenn man rosa überhaupt nicht mag, kann man den Farbstreifen auch in jeder anderen Farbmischung stricken.

Hier geht es zum Raverly-Download.

Ein totes Pferd: Fitnesstracker von Jawbone

Das Jawbone Up3 - schlicht, elegant und voller Funktionen
Das Jawbone Up3 – schlicht, elegant und voller Funktionen

Ein halbes Jahr lang habe ich jetzt den Activity-Tracker Up3 von Jawbone genutzt und eigentlich bin ich auch sehr zufrieden. Eigentlich deshalb, weil ich mich nun doch von dem Armband getrennt habe und einen Kauf auch nicht weiter empfehlen möchte.

Aus diesem Grund möchte ich auch gar nicht viel zu Funktionsumfang, App, Tragegefühl, Optik, … sagen. Das alles kann man in vielen anderen Erfahrungsberichten nachlesen. Ich kann es bestätigen und ob das Armband etwas für einen persönlich ist, hängt ja letztlich auch davon ab, was man davon erwartet.

Eigentlich hatte ich einen Schlafphasenwecker gesucht. Die Suche nach einem Tischgerät war aber sehr ernüchternd, da der Funktionsumfang eines solchen Schlafphasenweckers sehr bescheiden scheint im Vergleich zum Preis von oft über 100 Euro.

Im Rahmen der Recherche bin ich dann auf das Up3 gestoßen, dass neben Schlafanalyse auch einen Schlafphasenwecker hat. Da das Up3 außerdem sehr schlicht daherkommt, jede Menge andere nette Features hat und damals bei ca. 70 Euro lag, hab ich mich kurzerhand dafür entschieden.

Auch im Armband sind Sensoren verbaut, somit ist es nicht austauschbar
Auch im Armband sind Sensoren verbaut, somit ist es nicht austauschbar

Der Schlafphasenwecker hat zwar nur bedingt für mich funktioniert (ich bin trotzdem einfach wieder eingeschlafen), aber in der Summe hab ich das Armband als netten Alltagsbegleiter empfunden und schätzen gelernt. Ich bekam aufeinmal einen Überblick über meine aktiven Zeiten, meine Herzgesundheit und wurde regelmäßig daran erinnert Flüssigkeit zu mir zu nehmen und vom PC aufzustehen.

 

Dass ich das Armband dennoch nicht zum Kauf empfehlen kann, liegt an einem (bekannten) Konstruktionsfehler und dem scheinbaren Rückzug von Jawbone vom Wearable-Markt. Ersteres führt dazu, dass das Armband in regelmäßigen Abständen kaputt geht und unbrauchbar wird. Letzteres führt dazu, dass es Jawbone mit der Garantie und dem Support nicht mehr allzu ernst nimmt und sich sehr viel Unmut gebildet hat.

Der Konstruktionsfehler

Der geöffnete Verschluss
Der geöffnete Verschluss

Das Problem mit dem Armband ist der Schließmechanismus. Er ist zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig und teilweise wohl auch unzuverlässig, aber das hat mich nicht abgeschreckt. In meinem Fall ist es vielleicht 3 Mal in 6 Monaten von selbst aufgegangen. Das lag dann aber auch an mechanischen Einflüssen wie Uhr oder im Pullover verhakt. Beim Reiten, Laufen, Hausarbeit, Schlafen, Stricken … hat es immer gehalten. Verloren – wie es manch anderer Nutzer schreibt – habe ich es nie. Ich hab das Band allerdings auch relativ fest angelegt gehabt. Abgelegt habe ich das Band eigentlich nur zum Duschen und zum Aufladen. Da das aber ganz normale Szenarien sind, sollte sich das nicht negativ auf den Schließmechanismus auswirken dürfen.

Jawbone hat dieses Problem auch erkannt und bietet einen Sicherungsclip an, den man über die Webseite kostenlos ordern kann. Ich hab ihn leider nie erhalten, was wohl mit den Support-Problemen – weiter unten beschrieben – zusammenhängt.

Konstruktionsfehler: Verschluss
Konstruktionsfehler: Verschluss

An dieses Problem kann man sich gewöhnen und mit geeigneten Mittelchen sich zur Not selbst behelfen. Der eigentliche und viel gravierendere Konstruktionsfehler am Verschluss ist die Überlastung des Silikonarmbands hinter der Schließe, der schließlich zum irreparablen Bruch und damit der Unbrauchbarkeit des gesamten Bandes führt.

Durch den eingesetzten Mechanismus wird das Band hinter der Schließe stärker gebogen und mehr belastet als das restliche Band. Es besteht eigentlich ein permanenter Zug auf diese eine Stelle, so dass diese irgendwann bricht – so auch mein Band, wie man im Bild sieht.

Ich habe versucht dies mal schematisch darzustellen. Im Bild sieht man die linke und rechte Seite das Silikonbandes, die untere Hälfte der Schließe (grün) und die obere Hälfte (pink), die im Silikon eingegossen ist (pink gestrichelt).

Schema des Konstruktionsproblems
Schema des Konstruktionsproblems

An Stelle (1) und (2) besteht Zug auf das Band, der ggf. durch Bewegung der Hand oder des Armes noch verstärkt wird. Die obere Hälfte der Schließe ist mit der unteren verhakt, so dass diese aneinander gedrückt werden (3). Die unter Hälfte der Schließe wird auf der Seite, die mit dem Band verbunden ist quasi angehoben und drück somit gegen den im Silikon eingegossenen Teil der oberen Schließe (4). Dieser Druck nach oben in Kombination mit dem Zug auf dem Armband an sich (1) bewirkt, das an der Stelle hinter der Schieße das Silikon überdehnt wird bis es schließlich bricht (5).

Liest man Rezessionen bei Amazon und schaut sich dazugehörige Bilder an, wird man feststellen, dass das Band fast immer an genau dieser Stelle bricht oder an der gegenüberliegenden Stelle des Armbands. Immer nah am Verschluss, nie mittendrin oder gar am eigentlichen Körper des Bandes.

Nach dem, was ich so gelesen habe (auch in den Kommentaren!), passiert der Bruch immer zwischen 4-6 Monaten, manchmal auch später. Es ist quasi vorprogrammiert. Viele Nutzer haben geschrieben, dass sie in der Vergangenheit den Support von Jawbone kontaktiert haben, die haben das Band ersetzt und nach weiteren 4-6 Monaten ging der Spaß von vorne los. Hat man das Spiel 3-4 Mal durch kündigte Jawbone die Garantie auf und man musste sich ein neues Band kaufen.
Davon kann man halten was man will. Ich persönlich glaube, dass Jawbone irgendwann genervt war von den vielen Reklamationen und bei einem unverbindlichen Preis von 179 Euro ist es wirtschaftlich betrachtet schon äußerst lästig nicht nur einem sondern zig Kunden mehrfach das Band kostenlos zu ersetzen. Die Garantie aufzukündigen bei einem Produkt mit Konstruktionsfehler ist jedenfalls mehr als grenzwertig. Hier wäre es wohl angebrachter gewesen die Schließe neu zu konzipieren und einen Rückruf zu machen. Aber vermutlich war das Kind da schon zu lange im Brunnen, womit wir zum Support kommen

Jawbone-Support offline

Der Support hat nämlich irgendwann nicht mehr reagiert. Letzte Lebenszeichen gab es im Dezember auf Twitter und im Januar auf Facebook laut The Verge. Die Firma ist nicht geschlossen oder so, man reagiert gar nicht mehr auf die Anfragen der Kunden egal in welchem Bereich. Diejenigen, die sich genervt abgewendet haben und nun die Löschung ihrer Daten in der Jawbone-Cloud beantragt haben, werden genauso ignoriert, wie die Reklamationsanfragen. Gerade bei Garantiefällen ist das kritisch, weil die über den Hersteller abgewickelt werden sollen und nicht über den Händler. Aber was tun, wenn der Hersteller nicht reagiert, obwohl er in der Pflicht ist?

Ich weiß es nicht. Ich hatte den Kundensupport von Amazon kontaktiert. Ich hatte mein Band über den Marketplace aber mit Versand durch Amazon bestellt. In dem Fall ist Amazon für den Kundenservice zuständig. Dort sagte man mir, dass eine Reklamation in dieser Konstellation nicht möglich sei, aber ich kann das Band samt Zubehör zurückschicken und bekomme das Geld erstattet und könne mir ein neues Band bestellen. Dass die Erstattung so reibungslos funktioniert und das 6 Monate nach Kauf, fand ich schon bezeichnend. ich vermute bei Amazon kennt man die Problematik.
Ein neues Band zu kaufen, war tatsächlich erst mal reizvoll, da das Band mittlerweile nur noch 55 Euro kosten sollte. Letztlich habe ich das Band nur zurückgeschickt und mich aufgrund meiner Recherche, die in diesem Blogpost mündet, gegen einen Neukauf entschieden.

„Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, dann steig ab!“

Die Hintergründe all dessen sind etwas wage. Einerseits gibt es klare Anzeichen, dass Jawbone sich aus dem Wearable-Geschäft zurückzieht bzw. zurückgezogen hat und sich nun auf Medizinprodukte konzentrieren will. Immerhin hat Jawbone bereits im Mai letzten Jahres die Produktion der Armbänder eingestellt und Restbestände an einen Reseller zum Abverkauf abgegeben. Andererseits dementiert Jawbone einen Rückzug und kündigte sogar neue Produkte an. Das war allerdings 2016 und passiert ist seitdem nichts. Seit Oktober letzten Jahres hab ich auch keine Werbung mehr für Fitnesstracker im TV gesehen. Hätte ich all diese Artikel schon im August letzten Jahres entdeckt, hätte ich mich wohl nicht für Jawbone entschieden, aber damals waren die Bewertungen bei Amazon auch noch überwiegend positiv und davon hab ich mich mit leiten lassen.

Summa summarum: Auch wenn der Puls scheinbar zu spüren ist, alle Anzeichen sprechen dafür, dass das Pferd „Up by Jawbone“ tot ist. Den langen Ritt auf einem toten Pferd erspare ich mir.

Alternativen zum Up3

Jetzt hab ich natürlich hin und her überlegt, mir einen Fitnesstracker eines anderen Herstellers zu kaufen. Fitbit hat Jawbone ja mittlerweile den Rang abgelaufen und bietet auch ein zierliches, unaufdringliches Modell (Fitbit Flex 2) an. Vom Funktionsumfang finde ich das Vivosmart HR von Garmin recht charmant. Am liebsten wäre mir eine Kombination aus beiden, denn das Garmin ist mir deutlich zu groß (ich möchte auch parallel eine normale Uhr tragen können) und dem Fitbit fehlt die Pulsmessung, wie es das Up3 hatte. Die eierlegende Wollmilchsau war für mich tatsächlich das Up3, eine akzeptable Alternative habe ich bisher nicht gefunden.

Andererseits lebe ich seit 4 Wochen ohne Wearable. Mein Leben geht trotzdem weiter. Ich geh schlafen, mache Sport, esse, … Es steht also die Frage im Raum, ob ich überhaupt ein Wearable brauche. Die Antwort: Brauchen tu ich es nicht, aber eins haben wäre schon nett 😉

Jawbone UP3 – Verbindungsprobleme nach Device-Wechsel

Bevor ich dazu komme einen Erfahrungsbericht zum Jawbone Up3 zu schreiben, muss ich erstmal ein kleines Problem schildern, dass ich mit dem Fitnesstracker hatte, nachdem ich es an einem neuen Device anschließen wollte. Es hat mich geschlagene eineinhalb Tage Zeit und Nerven gekostet.

Ausgangssituation

Ich hab das Jawbone Up3 an meinem HTC One betrieben. Da ich ein neues Smartphone habe, sollte es nun mit dem Samsung Galaxy S7 gekoppelt werden. Das Samsung Galaxy Tab S2 war auch ein Versuchskaninchen mit den selben Symptomen.
Nachdem ich das Problem lösen konnte, gehe ich davon aus, dass es unabhängig vom Smartphone ist und vielmehr ein Problem des Bandes war. Mehr dazu bei der Lösung.

Problem

Gekoppelt und gut
Gekoppelt und gut

Das Problem stellte sich wie folgt dar: Das Band lässt sich mit der App gemäß Anleitung koppeln, die Synchronisierung startet, bricht aber nach mehreren Minuten mit nur wenig Fortschritt (geschätzt 2%) ab. Das Band wird im Tray als „Verbunden“ angezeigt (weißes Symbol ohne Warnhinweise). Im Menü für das Band wird Seriennummer und Akku-Stand angezeigt, Das Band lässt sich nicht lokalisieren und die Optionen „Band resynchronisieren“ und „Banddaten löschen“ sind ausgegraut und somit inaktiv (Screenshot kann ich leider nicht zeigen, da dies durch Sicherheitsrichtlinien in Android verhindert wird). Im Tray wird nach wie vor „Verbunden“ angezeigt. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass die Akku-Anzeige nur dem Moment entsprach, in dem das Band gekoppelt wurde (blieb als unverändert über die Zeit).

Am alten Smartphone zeigte sich ein leicht abweichendes Bild. Die Synchronisierung lief bis ca. 45% innerhalb von 2 Stunden und brach dann ab.

Alle Fehler erfolgten übrigens ohne Fehlermeldung, außer dass das Band nicht lokalisiert werden konnte. Kein Fehlercode etc.

Lösungsversuche gem. Jawbone

Ich hab mich zunächst durch diverse Anweisungen des Internets, die letztlich alle auf dem Troubleshooting bzgl. Synchronisierung von Jawbone selbst fußen, konzentriert. Dazu gehören der Warmstart (Soft-Reset, Neustart des Bandes), der Kaltstart (Hard-Reset, Zurücksetzen des Bandes), die Reinstallation der App auf dem Smartphone, Neustart von Bluetooth und WLAN/Daten sowie des Smartphones sowie allerlei Kombinationen hiervon.

Lösung

Endlich wieder synchronisiert
Endlich wieder synchronisiert

Dem Problem bin ich auf die Schliche gekommen, als ich zum Test mein Tablet verwendet habe, um einen Gerätedefekt beim S7 auszuschließen. Das Band hat sich gekoppelt, im entsprechenden Menü wurde es angezeigt und die Optionen „Band resynchronisieren“ und „Banddaten löschen“ waren für eine Sekunde aktiv (hellblau) und dann inaktiv (grau). Am Band selbst war nach der Kopplung zwei kurze Vibrationen zu spüren.
Dazu kurz etwas zu den Vibrationen beim Koppeln: Man wird aufgefordert das Band zu aktivieren (Anschluss an Strom, was bei einem aktiven Band allerdings entfallen kann). Danach sucht die App das Band. Sobald es das Band gefunden hat, wird man aufgefordert, einen Finger solange aufs Band zu legen, bis es etwas länger vibriert. Dies schließt die Kopplung laut App ab. Nach einer kurzen Pause vibriert es nochmal kurz. Mein Band hat nach ein paar wenigen Sekunden abermals vibriert und ich vermute, dass dies der Moment war, indem die Kopplung wieder abgerissen ist bzw. gestört war.

Ich habe nun einer Eingebung folgend einen Versuch gestartet (am Tablet, aber letztlich egal an welchem Gerät): Nachdem sich das Band gekoppelt hat, habe ich so schnell wie möglich in das Bandmenü gewechselt und „Banddaten löschen“ betätigt. Bei meinem ersten Versuch bekam ich eine Fehlermeldung (die erste übrigens, die sich allerdings nicht im Netz nachverfolgen lässt) und beim zweiten Versuch war ich schnell genug: Der Befehl wurde ans Band übermittelt und ausgeführt. Danach ist die Kopplung in der App wieder gelöst. Der nächste Versuch der Kopplung am Smartphone war dann erfolgreich.

Zusammenfassung: Band koppeln, schnell sein und Banddaten löschen, Band erneut koppeln, läuft.

Es werden dabei scheinbar auch nur die Verbindungsdaten gelöscht und keine aufgezeichneten Daten. Meine erfassten, aber noch nicht synchronisierten Daten der vergangen 18 Stunden wurden trotz Warmstarts, Kaltstarts, etc. nicht vom Band gelöscht, obwohl sie das spätestens nach dem Hard-Reset, den ich definitiv zweimal gemacht habe (einmal manuell über das Ladekabel, einmal über die App), hätten sein sollen.
Die Smart-Alerts, die ich für mein Band eingestellt hatte, musste ich allerdings neu eingeben. Sie wurden in meinem Profil in der App zwar angezeigt, aber nicht automatisch wieder auf dem Band aktiviert.

Was ich nicht nachvollziehen konnte, war, dass ein manuelles Hard-Reset gem. Jawbone-Anleitung nicht funktioniert hat (dabei muss ein Knopf am Ladekabel betätigt werden).

Ursache

Ich vermute, dass das Band nicht mit dem neuen Endgerät zurecht kam bzw. nicht mehr wusste, an welches Gerät es senden sollte. Letztlich waren zwischenzeitlich zwei Geräte-Kopplungen (das HTC und das Samsung) hinterlegt, ohne jedoch zeitgleich betrieben zu werden. Ich hab bisher nirgends einen Hinweis im Internet gefunden, dass man das Band bei einem Device-Wechsel explizit abkoppeln oder zurücksetzen soll o.ä., aber ich denke hier liegt der Hund begraben.
Ich bin jedenfalls froh, eine Lösung gefunden zu haben, denn ich wollte ungern auf den Tracker verzichten bzw. auf die bereits aufgezeichneten, aber nicht synchronisierten Daten, die mit einem Band-Austausch verloren gegangen wären.

Als Informatiker hat mich das Problem echt gewurmt: Einerseits freut man sich „Juchu ein Problem, das noch keiner hatte und ich darf es lösen.“ Andererseits war es streckenweise echt frustrierend, wenn man selbst mit Hard-Reset nicht zum Ziel kommt.

Verstrickt – Das große Stricken 2015/2016

Mitgemascht und verzählt
Mitgemascht und verzählt

Das große Stricken 2015 war anders als die Stricken zuvor und ich befürchte innocent hat sich ziemlich verrechnet damit.2015 hieß es nicht „Einsendeschluss 01.12.2015“ sondern „Wir stricken bis die Million voll ist“. In den Jahren zuvor sind pünktlich zur Weihnachtszeit von Jahr zu Jahr mehr Mützen zusammen gekommen – zuletzt waren es 2014 über 600’000 Stück. Der logische Schritt war dann wohl auf die Million zu schielen und um das zu erreichen gab es keinen Einsendeschluss sondern, man solle stricken, bis die Million geschafft ist.

Was ist passiert? Sie wurde zum 01.12.2015 natürlich nicht voll und man strickte in 2016 weiter und weiter und weiter … bis innocent dann schließlich ein Einsendeschluss für den 01.12.2016 festgelegt hat. Es hatte (endlich) ein Ende und es kamen 1,3 Millionen Mützchen zusammen.

Klingt gut, aber …

Das Aber dürfte dem ein oder anderen aufgefallen sein: Statt in einem Jahr eine Million Mützchen zu schaffen, hat man in zwei Jahren 1,3 Millionen geschafft, was etwa 650’000 pro Jahr entspricht. Es gab also keine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr:

  • Pressemitteilung 2014: 2013 kamen über 240’000 Mützchen in Deutschland zusammen (entspricht ca. 48’000 Euro Spende an das DRK)
  • Pressemitteilung 2015: 2014 kamen über 260’000 Mützchen in Deutschland zusammen (entspricht ca. 52’000 Euro Spende an das DRK)
  • Mütz-O-Meter 2017: in 2015 und 2016 zusammen kamen über 520’000 Mützchen (= 260’000 pro Jahr) in Deutschland zusammen

Die Mützchen aus Deutschland machen ca. 39% aller Mützchen aus, Österreich ca. 33% und Schweiz ca. 28% (schwankt natürlich von Jahr zu Jahr). Die Spendengelder verteilen sich entsprechend. Vergleicht man die Gesamtzahlen DACH miteinander ist sogar zu erkennen, dass mit der Millionen-Aktion im Schnitt weniger Mützchen gestrickt wurden als in den Vorjahren (für 2014 ist leider keine Gesamtzahl genannt in der Pressemitteilung).

Die Spende an das DRK in Deutschland und vergleichbaren Organisationen in Österreich und der Schweiz hat sich somit nicht wirklich erhöht. Aus der Webseite von innocent geht auch leider nicht hervor, ob 2015 etwas gespendet wurde (quasi als Zwischenstand) oder ob der Betrag komplett erst 2016 gespendet wurde. In letzteren Fall wäre dies sicher ein Nachteil für die Empfänger und somit die Menschen, denen geholfen werden soll.

Wie kam es dazu?

Ich versuche nun aus meiner Perspektive zu interpretieren, was passiert ist. Als der Aufruf für 2015 kam, gab es wie gesagt kein definierten Einsendeschluss. Bei mir war es so, dass ich immer mal zwischendurch was gestrickt habe, aber ohne Termindruck (am Tag X muss das Paket in der Post sein), habe ich ohne viel Tempo gestrickt, so dass der Durchsatz eher mittelmäßig war. Vermutlich ging es einigen so, denn zum gewohnten Abgabetermin 2015 waren noch nicht mal annähernd genug Mützchen gestrickt. Das Mütz-O-Meter auf der Webseite von innocent bewegte sich auch nur sehr langsam, so dass auch niemand eine Orientierung hatte, wo wir stehen. Das bemerkte man auch immer wieder bei entsprechenden Posts in den sozialen Netzwerken. In der einschlägigen Facebook-Gruppe stieg auch der Unmut.
Im Herbst 2016 waren dann schließlich ca. 750’000 Mützchen zusammengekommen laut innocent und man setzte endlich einen Termin: der 01.12.2016. Es passierte, was zu erwarten war: Das Mütz-O-Meter schoss letztlich in die Höhe und man war bei 1,3 Millionen angekommen. Vermutlich haben nun die Stricker die Nadeln glühen lassen und Pakete, die schon lange fertig waren, endlich in die Post gegeben. So hab ich es zumindest gemacht.

Seit 01.Februar 2017 sind die bemützten innocent-Flaschen übrigens im Kühlregal zu finden.

Juchu … wir sind Mützionär

Der Wermutstropfen kommt nun: In den letzten Wochen sind bei den Strickern Briefe von innocent eingetrudelt. Man bedankt sich für die rege Beteiligung und wie toll es ist, das geschafft zu haben. Ja wir haben es geschafft, aber eigentlich doch nicht. Denn wie oben schon gesagt: im Schnitt haben wir genauso viel geschafft, wie in den Jahren zuvor. Keine Steigerung.
Aber weil das alles so anstrengend war (für Stricker wie für die Zähler bei innocent) „gönnt“ man sich nun eine Pause und macht 2017 kein großes Stricken.

Das finde ich sehr schade. innocent hat sich mit seiner Aktion schlicht verkalkuliert und sich den Unmut der Stricker zugezogen und die Leid tragenden sind die alten Leute, für die diese Aktion am Ende eigentlich gedacht ist/war. Bleibt zu hoffen, dass innocent unabhängig vom großen Stricken an DRK und Co. spendet … es sollten etwa 130’000 Euro sein, wenn man die Durchschnittswerte der vergangenen Jahre als Maßstab nimmt.

Postfaktisches Post Scriptum

In der Pressemitteilung von innocent liest sich das natürlich alles ganz toll:

(…) Und tatsächlich beteiligten sich unzählige Stricker sich und sind nun, gemeinsam mit innocent, Mützionär mit 1.360.709 Mützchen in der gesamten DACH-Region (…).

Ein gutes Beispiel für „postfaktisch„, denn das Faktum, dass wir über 2 Jahre statt einem gestrickt haben, bleibt unerwähnt. Aber hier gilt wohl die alte Weisheit: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Post Scriptum

Im Brief von innocent war ein gestickter Aufnäher enthalten, den man sich wie ein Trophäe ans Revers heften kann. Problem: Auf dem Aufnäher steht die falsche Anzahl an Mützchen. Ein Zahlendreher der einen Unterschied von 55’000 Mützchen ausmacht. So ein großes Projekt und so wenig Sorgfalt beim Datencheck.

Wie bereits angekündigt, gibt es eine neue Kategorie zum Thema Stricken bzw. andere Handarbeiten. Alte Beiträge zu dem Thema werde ich nicht hierher verschieben. Morgen gibt es den ersten Beitrag zu dem Thema und vermutlich nächste Woche meine erste Strickanleitung.

Was seitdem auf der Leinwand geschah …

… relativ wenig.

Mir fehlt derzeit irgendwie die Muse zu Malen. Ab und an arbeite ich an einem kleinen Projekt und wenn ich daran arbeite, dann richtig, aber zwischen zwei Projektabschnitten liegen auch schon mal ein paar Monate.

Fourth #zendoodle #zentangle

A photo posted by @pfeffer0ni on

Stattdessen kommt es immer mal wieder zu Bürokritzeleien. Ich habe Dank Petra Zentangle bzw. Zendoodle entdeckt – quasi die Weiterentwicklung der Bürokritzelei während Telefonaten. Auch ein Ausmalbuch für Erwachsene habe ich in der Mache, aber wie das Malen an sich, sind auch hier die Phasen ohne Output enorm lang.

Meine Kreativität fließt stattdessen in meine Fotos und ein wenig ins Strickdesign.

Das klingt ja Vinyl

Das klingt ja Vinyl
Das klingt ja Vinyl

Ich hab mir nach langem Hin und Her einen neuen Plattenspieler gekauft. Ich bin so glücklich.

Tatsächlich ist es der dritte Plattenspieler in meinem Haushalt, von den anderen beiden hatte ich aber seit Jahren nichts mehr. Einer ist Teil einer ca. 20 Jahre alten Stereo-Anlage, deren Verstärker scheinbar hinüber ist. Der andere ist noch aus DDR-Zeiten, hat sogar schon mal neue Riemen bekommen, aber die Lautsprecheranschlüsse sind einerseits proprietär und andererseits ist einer davon kaputt. Ich hab nicht probiert ihn zu reparieren und vermutlich müssten auch wieder neue Riemen rein.

Trotz nicht funktionierender Plattenspieler hab ich unentwegt alte Schallplatten gekauft. Mal einen Abba-Stapel auf dem Flohmarkt, zuletzt eine bunte Mischung von Peter Alexander bis Beatles von privat. Jetzt wollte ich mir meine alten Platten – darunter Kindheitserinnerungen wie der Traumzauberbaum* und viel Klassik – endlich wieder in normaler Lautstärke anhören, ohne dass ich direkt vorm Lautsprecher sitzen muss. So hab ich mir ein neues Gerät mit Direktantrieb und integrierten Vorverstärker gegönnt, so dass ich es direkt an meine Sound-Anlage, die keinen Phono-Eingang hat, anschließen konnte.

Die erste Platte, die ich aufgelegt habe, war Smetanas Moldau, die ich seit Jahren nicht mehr so hören konnte, weil bei der alten Stereo-Anlage der Verstärker kaputt ist. Dieses Stück lebt irgendwie von den leisen und lauten Passagen, die die verschiedenen Abschnitte des Flusses symbolisieren: Der kleine, leise Bach am Ursprung, die Hochzeit am Rand, das tobende Wasser … Ich hab vor Freude geweint.

Die zweite Platte war übrigens die erste, die ich nigelnagelneu gekauft habe: 57th & 9th von Sting* – Die Albumvorstellung einschließlich der Geschichte von Inshallah bei WDR2 hat mich überzeugt.

 

* Affiliate

Prosit Neujahr – Der etwas andere Jahreswechsel

Ein frohes neues Jahr
Ein frohes neues Jahr

Da will man das Jahr ganz gemütlich und ohne viel Stress ausklingen lassen und erlebt fast den Schock fürs Leben.

Eigentlich wäre mein Plan auch gut gelungen, hätte mir Pille nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vorneweg: Alles ist gut.

Wie jedes Silvester seit einigen Jahren ballere ich nicht mit, sondern hüte die Katzen und fotografiere lieber, was alle anderen so in die Luft schießen. Da ich vor Kurzem umgezogen bin, hab ich gegen 22 Uhr beschlossen ein Testfoto aus dem Dachfenster zu machen, damit beim Feuerwerk alles passt.
Kaum war das Fenster offen, nutze Pille die Gelegenheit, frische Luft zu schnuppern und dann passierte es: Er hat den Halt auf dem gefrorenen Dach verloren und kam ins Rutschen. Ich hörte nur noch Krallen auf den Ziegeln und sah, war Pille in Schwung kam. Da ein Poltern an der Regenrinne und Pille war weg … Vom Dach gefallen. 2 Etagen.

Ich barfuß in Hauslatschen und nur mit Jogginghose und T-Shirt bekleidet raus, Treppe runter und zum vermuteten Landeplatz. Keine Katze.

Erster Gedanke: er hat es überlebt und ist nicht schwer verletzt. Somit ist er vermutlich im gefrorenen Rasen und nicht auf dem steinigen Kellerabgang geladnet. Aber weit und breit nichts zu finden. Meine Nachbarin hat mitbekommen, wie ich losgestürzt bin und kam mir sogleich mit Taschenlampe zur Hilfe, Pille zu suchen.
Eine halbe Stunde lang haben wir gesucht und ich war schier verzweifelt nicht zuletzt, weil die Ballerei schon langsam losging und ich befürchtete, Pille könnte sich aus Angst sonstwo verkriechen, wo wir ihn nicht finden. Direkt am Haus ist eine Straße und unweit des Grundstücks verlaufen die Bahngleise. Auf Leckerli-Rascheln und meine Ruferei kam keine Reaktion. Keine reflektierenden Augen im Licht der Taschenlampe. Aufgeben war keine Option, aber wie viel Sinn macht es im Dunkeln in der Silvesternacht eine womöglich verletzte Katze im Wohngebiet zu suchen?

Pille steckte heute noch der Schreck in den Knochen
Pille steckte heute noch der Schreck in den Knochen

Bevor ich diese Frage mir beantworten musste, kam die Erleichterung. Pille saß zusammengekauert ganz in der Nähe seiner Absturzstelle. Er ließ sich problemlos einsammeln und der erste Eindruck: unverletzt aber unter Schock. Schnell in die sichere Wohnung. Da hat er sich erstmal zurückgezogen, aber der erste Eindruck bestätigte sich: Er ist unverletzt. Noch ist er etwas zurückhaltend und bewegt sich sehr vorsichtig. Ich vermute, er hat leichte Prellungen und Stauchungen von der Landung, aber er reagiert nirgends am Körpern (Knochen, Gelenke, Bauch) mit Schmerz – er ist einfach nur geschafft und liegt gerade vor mir, halb auf der Tastatur.

So einen Start ins neue Jahr haben wir uns beide nicht vorgestellt.

Die anderen StarTrekKater nehmen es gelassen: Spocky hat sich um mein Nervenkostüm gekümmert und bei mir gekuschelt, Scotty hat sich um Pille gekümmert und den großen Bruder gespielt. Für die Fotos vom Feuerwerk hab ich die StarTrekKater dann sicherheitshalber im Schlafzimmer eingesperrt, obwohl sie sich für gewöhnlich auch so dorthin zurückgezogen hätten.

Und bei Frost und Rauhreif werden keine Dachfenster mehr geöffnet. Es war mir eine Lehre.

Was seitdem im Bücherregal geschah …

Neuer Begleiter: Die Leseratte
Neuer Begleiter: Die Leseratte

Zunächst: Es ist ein Bücherregal hinzugekommen. Der Platz hat schlicht nicht mehr gereicht.

In den Genre bin ich mir treu geblieben, muss aber auch zugeben, dass ich nicht sehr experimentierfreudig bin und derzeit lieber auf bewährtes zurückgreife. Ich weiß nicht, ob dass immer die richtige Taktik ist, denn viel zu häufig musste ich feststellen, dass die Qualität der Geschichten mit der Anzahl der Bücher eines Autors zu sinken scheint. Ganz schlimm hab ich das bei Jussi Adler-Olsen feststellen müssen. Carl Morck ermittelte in nunmehr sechs Büchern. Jedes Buch war dicker und umfangreicher als das vorherige und nahm irgendwie auch in der Komplexität ab. Vermutlich stecken da aber auch die Verlage dahinter, die möglichst schnell eine Fortsetzung sehen wollen, damit die Kasse klingelt. Bei Jussi Adler-Olsen führte das in der deutschen Erstauflage dazu, dass zahlreiche Rechtschreib- und Textsetzungsfehler enthalten waren. Viel Geld für ein schlecht verlegtes Buch.

Fachliteratur fürs Pferd

Im Bereich der Fachliteratur „Reiten“ habe ich in letzter Zeit vermehrt auf alte Klassiker zurückgegriffen. Seunig, Bürger, … Manche Dinge sind einfach zeitlos und oft auch lehrreicher als die 25. Interpretation des Ohrenspiels eines Pferdes beim Wasserlassen.

Sachbücher

Ja, sowas hat mittlerweile auch Einzug gefunden in mein Bücherregal. Noch nicht in Massen aber in Maßen. Dazu zählt beispielsweise „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski.

Glücksgriff in der Krabbelkiste

Von einem Glücksgriff möchte ich allerdings noch erzählen. Von deutschen Autoren halte ich für gewöhnlich ja Abstand, aber neulich fiel mir in der Krabbelkiste beim Rewe mit den Mangelexemplaren ein norddeutscher Krimi in die Hand, der mich tatsächlich gefesselt hat: Das gute Kind von Helge Thielking. Ein bodenständiger und spannender Krimi, der bis zum Ende Spaß macht zum lesen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich auch den vollen Preis gezahlt. So waren es nur 3 Euro, weil auf der Rückseite vom Buch ein Kratzer war.

Die Leseratte

Ein neues HAustier hab ich auch: Die Leseratte. Schnell und einfach gehäkelt und nicht zu verwechseln mit der Leseschlange, dem Bücherfrosch oder anderen artverwandten 😉