25 Mar |
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Die Handlung ist eigentlich kurz erzählt. Im Jahr 1999 fand in Köln der EU- und G8-Gipfel statt, bei dem sämtliche Politprominenz vertreten war. In diese tatsächlichen Geschehnisse bettet Frank Schätzing seinen Krimi ein. Rein zufällig und indirekt kreuzen sich die Wege von O'Connor und Jana. Das Ergebnis am Ende des Buches ist eigentlich klar, denn Frank Schätzing schreibt die Geschichte des Friedensprozess um den Kosovo nicht um. Bereits zu Beginn des Buches glaubt man, die Fronten seien eindeutig, doch selbst auf den letzten Seiten legt Frank Schätzing nochmal Kehrtwenden ein, die durchaus überraschen und das Erzählte rückblickend in einem anderen Licht erscheinen lassen. Frank Schätzing schreibt äußerst detailreich und fundiert. Das kannte ich bereits aus "Der Schwarm" und es hat mich, wie vielleicht manch anderen, nicht davon abgeschreckt, einen weiteren Roman zu kaufen. Ich finde es hat sich gelohnt, obgleich ich zugeben muss, dass man dieses Detailreichtum und daraus entstehende Durststrecken mögen muss. Die Aussage, es handle sich um ein "atemloses Katz- und Mausspiel", wie es auf den Seiten des Verlags heißt, möchte ich so nicht unterschreiben. Unter "atemlos" versteh ich etwas anderes. Wer also genau das erwartet, sollte sich auf eine Enttäuschung bereit machen, denn es gibt viele und lange Verschnaufpausen. Nichtsdestotrotz ist "Lautlos" ein packender Krimi mit der ein oder anderen Überraschung.  |
