07 Jun |
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Jedes der drei Bücher ist sehr umfangreich und mit vielen Details gespickt. An mancher Stelle, habe ich mich wirklich gefragt, ob es denn wirklich nötig ist, die Einkaufsliste des Protagonisten auf einer halben Seite auszuwälzen und deshalb ist mir auch recht schwer gefallen, durchgängig am Ball zu bleiben. Das Rätsel, das es zu lösen gilt, ist recht schnell umrissen: Ein junges Mädchen verschwindet Anfang der sechziger Jahre und wird nie gefunden. Der Onkel der Verschwundenen lässt dies bis in die Gegenwart nicht los, da er jedes Jahr zu seinem Geburtstag eine getrocknete Blume erhält, deren Absender unbekannt ist. Da er solch eine Blume jedoch einst von seiner verschwundenen Nichte erhalten hat, glaubt er, derjenige, der für das Verschwinden verantwortlich ist, will ihn ärgern. Aus diesem Grund beauftragt er den Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist, der sich wegen einer Verurteilung wegen Verleumdung vorerst aus dem Journalismus zurückzieht, mit der Recherche für diesen ungelösten Fall. Mikael nimmt zögernd den Auftrag an, da er nicht daran glaubt, jemals neue Erkenntnisse zu Tage zu fördern. Der Leser begleitet Mikael Blomkvist und eine Handvoll anderer Charaktere über ein Jahr lang bei der Recherche, bei der Mikael natürlich doch neue Erkenntnisse trifft, die für alle Beteiligten ziemlich überraschend sind. Trotz des teils zähen Schreibstils schafft es Stieg Larsson den Leser bei Laune zu halten, weil er bis zum Schluss die Lösung des Rätsels verborgen hält. Es gibt zwar kleine Andeutungen, wie die Lösung aussehen könnte, jedoch wird der Leser schnell wieder eingefangen und man verwirft seine eigene Theorie. Die Lösung selbst nur bedingt überraschend - viele Auswege gibt es bei dem skizzierten Plot ja nicht - die Umstände der Lösung sind jedoch ... wie soll ich sagen ... unheimlich und unfassbar. Die Buchreihe wird übrigens auch wegen seiner gesellschaftlichen Kritik gelobt. Was Stieg Larsson anprangert ist ziemlich erschreckend und sicherlich in vielen Gesellschaften anzutreffen. Ob es auf die schwedische Gesellschaft zutrifft, kann ich nicht bewerten. Da Stieg Larsson aber selbst Journalist war, muss man dem wohl eine Bedeutung beimessen. Tags: |
